Gemeinsam Lernen

 

Seit dem Schuljahr 2018/19 gibt es im Land Brandenburg 188 Schulen für gemeinsames Lernen“, darunter sind 138 Grund-, 36 Oberschulen, 5 Gesamtschulen, 5 Schulzentren (Zusammenschluss einer Grund- und einer  Oberschule oder einer Grund- und einer Gesamtschule) sowie 4 berufliche Schulen (OSZ). Für den gemeinsamen Unterricht stehen in den Schuljahren 2017/18 und 2018/19 zusätzlich bis zu 432 Stellen für Lehrkräfte und sonstiges pädagogisches Personal zur Verfügung, die Kosten dafür betragen rund 25 Millionen Euro.

Das Konzept "Gemeinsames Lernen in der Schule" sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf, insbesondere in den Förderschwerpunkten „Lernen“, „emotionale und soziale Entwicklung“ und „Sprache“ (LES), gemeinsam in einer Klasse lernen.

Im Schuljahr 2018/19 beginnt zudem eine Evaluation, deren Ergebnis voraussichtlich im Jahr 2021 vorliegen wird. Danach wird über die weitere Umsetzung des Konzepts entschieden. Im Jahr 2020 soll das Ergebnis einer Evaluation der „Schulen für gemeinsames Lernen“ vorliegen. Ziel ist es, dass in etwa sechs Jahren alle brandenburgischen Grund-, Ober- und Gesamtschulen als „Schulen für gemeinsames Lernen“ dementsprechend ausgestattet werden.

Erklärung: Gemeinsames Lernen

(Quelle: © Fotolia)

Konzept „Gemeinsames Lernen in der Schule“

 

Mehr Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf sollen zu einem Schulabschluss geführt werden und damit bessere Chancen zur Berufsausbildung erhalten. Die Quote der Schulabgänger, die keinen bundesweit anerkannten Schulabschluss erreichen, soll dadurch sinken.  Zentrales Element ist der Ausbau und die fachliche Weiterentwicklung von „Schulen für Gemeinsames Lernen“. Damit wird der seit Jahren feststellbare Prozess des Besuchs von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Unterstützungsbedarf in allgemeinen Schulen gefördert und strukturell abgesichert. Dazu gehören:

  • ein multiprofessionell angelegtes  Personalkonzept der Schulen,
  • zusätzliches pädagogisches und sonstiges pädagogisches Personal an Schulen,
  • eine Neuausrichtung von schulischer Diagnostik und Förderung,
  • gezielte Fortbildung,
  • eine langfristige, auf die wohnungsnahe Versorgung in allen Förderschwerpunkten orientierte Schulentwicklungsplanung.

Bestehende Förderschulangebote werden weitergeführt, soweit dafür unterrichtsorganisatorisch Bedarf besteht. Perspektivisch können Klassen der bestehenden Förderschulen mit regional ausgewählten Standorten allgemeiner Schulen (Schwerpunktschulen) zusammengeführt werden.

> Opens external link in new windowKonzept: Gemeinsames Lernen in der Schule

 

 

 

 Seite druckennach oben