Entwicklung in Brandenburg

Schüler nehem zusammen an der Gruppenarbeit teil.

Das Land Brandenburg hat die öffentliche Diskussion über eine inklusive Schullandschaft im Frühjahr 2011 landesweit mit sechs Regionalkonferenzen gestartet – erstmals wurde das Thema „Inklusion“ mit allen an Bildung von Kindern und Jugendlichen Beteiligten breit diskutiert. Damit wurde der Grundstein für den Umbau des Schulsystems hin zu einer „Schule für alle“ gelegt.
> Dokumentation der Regionalkonferenzen

Seit September 2011 fanden die Diskussionen und der Austausch mit allen Beteiligten, Betroffenen und Partnern regelmäßig am Runden Tisch „Inklusive Bildung“ statt. Parallel dazu ließ sich das Bildungsministerium bei der konkreten Umsetzung des inklusiven Konzepts an Brandenburger Schulen seit Oktober 2011 vom Wissenschaftlichen Beirat „Inklusive Bildung“ beraten.
> Runder Tisch „Inklusive Bildung“
> Wissenschaftlicher Beirat „Inklusive Bildung“

Abdrücke von Füßen auf einem Blatt Papier.

Wichtige Voraussetzungen für die Inklusion wurden viele Jahre zuvor gelegt: Im Jahr 2004 wurde die Flexible Eingangsphase (FLEX) eingeführt, seit 2005 gibt es individuelle Lernstandsanalysen für alle Grundschüler und seit 2007 die förderdiagnostische Lernbeobachtung. Diese frühen Weichenstellungen haben dazu geführt, dass das Land Brandenburg nicht bei Null anfängt: Bereits jetzt lernt fast jede zweite Schülerin bzw. jeder zweite Schüler im gemeinsamen Unterricht. Auch personell sind die Regelschulen schon gut aufgestellt. Derzeit arbeiten bereits mehr als 400 Sonderpädagoginnen und -pädagogen an den rund 400 öffentlichen Grundschulen und gehen vor Ort flexibel auf die Förderbedürfnisse der Kinder ein. Darauf bauen die Konzepte zum weiteren Ausbau inklusiver Bildungsangebote auf.
> Flexible Eingangsphase
> individuelle Lernstandsanalysen
> förderdiagnostische Lernbeobachtung

Beim Aufbau der „Schule für alle“ kann also auf bereits bestehende Erfahrungen, Strukturen und Regelungen zurückgegriffen werden. Bereits seit Mai 1991 – dem ersten Schulreformgesetz seit Gründung des Landes – gilt per schulgesetzlicher Regelung, dass der gemeinsame Unterricht von Kindern mit und ohne Behinderung, mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf Vorrang hat. Das ist im Brandenburgischen Schulgesetz festgeschrieben.
> Gemeinsamer Unterricht hat Vorrang

Die Broschüre „Schule für alle – Entwicklung und Umsetzung der inklusiven Bildung im Land Brandenburg“  gibt einen Überblick über die bisher umgesetzten Vorhaben auf dem Weg zur „Schule für alle“ im Land Brandenburg und einen Ausblick auf die nächsten Schritte. Sie bildet den derzeitigen Arbeitsstand ab – darüber hinaus arbeiten wir im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport schon an den nächsten Schritten für die kommenden Jahre. Dabei werden wir vom Wissenschaftlichen Beirat und dem politischen Runden Tisch „Inklusive Bildung“ begleitet. Zudem finden regelmäßige Beratungen mit den Schulträgern, den kommunalen Spitzenverbänden und weiteren Gremien statt, um möglichst viele bei der Entwicklung einer „Schule für alle“ einzubinden.

> Broschüre „Schule für alle – Entwicklung und Umsetzung der inklusiven Bildung im Land Brandenburg“

> LEICHTE Sprache: Eine Schule für alle Kinder. Wie können alle Kinder und Jugendlichen gut gemeinsam lernen? In diesem Heft steht, was das Land Brandenburg dafür macht.

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