Leistungsbewertung

Eine inklusive Schule erkennt an, dass jede Schülerin und jeder Schüler anders lernen als die anderen. Vielfalt ist normal und jedes Kind willkommen. Leistungen müssen anders bewertet werden, denn ein lernschwaches Kind geht beim Lernen andere Schritte als ein hochbegabtes.

© Christian Schwier - Fotolia.com
Zwei Jugendliche schreiben im Unterricht.

Einschätzung statt Zensuren

Schon jetzt ist es allen Grundschulen im Land Brandenburg möglich, die Leistungen von Schülerinnen und Schülern bis zur 4. Klasse nicht mit Zensuren, sondern mit einer schriftlichen Einschätzung zu beurteilen. Zuvor geben Rahmenlehrpläne und definierte Bildungsstandards der Lehrkraft vor, welche Kompetenzen im Unterricht entwickelt werden sollen und welche Leistungen am Ende der Klassen 4 und 6 in der Regel von den Schülerinnen und Schülern erwartet werden. Auf dem Weg dahin sind sogenannte „Meilensteine“ definiert. Die Entwicklung solcher Kompetenzen ist ein kontinuierlicher und langfristiger Prozess. 

Neue Lehr- und Lernkultur 

Das alles bedingt in der Grundschule eine besondere Lehr- und Lernkultur: Die Lehrerinnen und Lehrer müssen im Unterricht für jedes Kind entscheiden, wie einerseits die Ziel- und Handlungsvorgaben ausgeprägt sein sollen, andererseits müssen sie Spielräume für die Eigenverantwortlichkeit der Schülerinnen und Schüler schaffen. Die Beurteilung der Leistungen ist an Kriterien gebunden, die sich aus dem Rahmenlehrplan und den definierten Standards, aber auch aus Verordnungen und, oder Verwaltungsvorschriften ergeben. Jede Schule kann diese in schulinternen Festlegungen eigenständig konkretisieren.

 Seite druckennach oben