Wie funktioniert Inklusion?

Drei Schüler schauen freundlich in die Kamera.

Eine inklusive Schule ist eine „Schule für alle“, in der sich jedes Kind mit seinen Stärken und Schwächen individuell entfalten kann. Die „Schule für alle“ ist für Kinder und Jugendliche mit speziellen Begabungen ebenso geeignet wie für diejenigen, die einer besonderen Fürsorge und Förderung bedürfen. Ein herausragendes Merkmal der inklusiven Schule ist, dass alle Kinder unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen oder ihrer aktuellen Lebenslage gemeinsam an der Schule in ihrem Wohnumfeld lernen. Alle Kinder haben somit die gleiche Chance auf Bildung. Dies erfordert ein ausreichendes Maß an Individualisierung – immer mehr Schulen nehmen die Heterogenität ihrer Schülerschaft bewusst wahr und reagieren darauf mit veränderten Lernarrangements und -angeboten.

> veränderte Lernangebote

Eine inklusive Schule ist – kurz gesagt – nichts anderes als eine gute Schule für alle Kinder. Insofern ist der Ausbau einer „Schule für alle“ keine neue Herausforderung, sondern vielmehr eine Präzisierung des gemeinsamen Anliegens von Lehrkräften, Erzieherinnen und Erziehern, Eltern und Bildungspolitikerinnen und -politikern, die Schule kontinuierlich besser zu machen – für alle Kinder.

Im Land Brandenburg gibt es zahlreiche Schulen, die in den vergangenen Jahren bereits entscheidende Schritte auf dem Weg zu einer inklusiven Schule unternommen haben. Einige wurden dafür sogar ausgezeichnet: Die Waldhof-Schule in Templin erhielt 2010 den Deutschen Schulpreis, die Regine Hildebrandt-Schule in Birkenwerder 2012 den bundesweiten Jakob Muth-Preis für inklusive Bildung.

Das brandenburgische Ministerium für Bildung, Jugend und Sport erarbeitet seit dem Jahr 2011 einen Entwicklungsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention für den Bildungsbereich im Land Brandenburg. Erste Weichen sind bereits gestellt, konkrete Schritte zum Aufbau einer „Schule für alle“ im Land Brandenburg wurden bereits unternommen.
> Inklusion im Land Brandenburg

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