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Fachtage zur inklusiven Bildung

„Chancen ergreifen – Barrieren abbauen – Herausforderungen meistern“ hieß das Motto von vier Fachtagen zur inklusiven Bildung im November und Dezember 2013. Schulleitungen und Lehrkräfte, Eltern- und Schülervertretungen sowie Schulträger haben dabei intensiv über praktische Erfahrungen, Konzepte und Rahmenbedingungen der inklusiven Bildung im Land Brandenburg diskutiert. Insgesamt haben rund 600 Besucher die Fachtagen in Frankfurt (Oder), Cottbus, Neuruppin und Werder (Havel) miterlebt. Veranstaltet wurden die Fachtage von den ehemaligen staatlichen Schulämtern, gemeinsam mit dem Bildungsministerium und unterstützt von Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirats „Inklusive Bildung“.

Die frühere Bildungsministerin Martina Münch begrüßte den fachlichen Austausch und freute sich über Anregungen und Erkenntnisse, die die inklusive Bildung im Land weiter voranbringen. „Unser Ziel ist die ‘Schule für alle‘ – die individuelle Förderung jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen nach seinen konkreten Bedürfnissen und Fähigkeiten. Auf dem Weg zu einem inklusiven Schulsystem wollen wir die Schulen zu ‘Schulen für alle‘ entwickeln. Dabei denken wir auch darüber nach, wie wir die Schulen in die Lage versetzen können, allen Kindern und Jugendlichen offenzustehen und sie optimal zu fördern.“

> Flyer Fachtage zur inklusiven Bildung

In zahlreichen Workshops wurden unter anderem die damals in der Entwicklung befindlichen neuen Rahmenlehrpläne der Grundschule und der Sekundarstufe I sowie die Möglichkeiten der Leistungsbewertung in der inklusiven Schule thematisiert. Erörtert wurde beispielsweise, wie Teamteaching funktioniert, also das gemeinsame Unterrichten von allgemeinbildenden und sonderpädagogischen Lehrkräften im Team. Veranschaulicht wurden zudem besondere Strukturen von individueller Förderung an einer Grundschule. Des Weiteren wurden gut funktionierende Praxisbeispiele zwischen Schulträgern und Schulen in den Regionen vorgestellt. 

Die Fachtage waren von einem differenzierten, konstruktiven Meinungs- und Gedankenaustausch geprägt. In zahlreichen Bereichen waren bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchaus ein „Mehrwert“ aus der Fachtagung für ihre alltägliche Arbeit erkennbar. Auch vorgetragene kritische Positionen zur Inklusionspolitik des Landes waren konstruktiv und man konnte deutlich das Bemühen um eine verbesserte inklusive Arbeit erkennen. Zu einigen Punkten konnten die Erwartungen, konkrete Vorgaben für die weitere Arbeit in den Schulen zu erhalten, allerdings noch nicht abschließend erfüllt werden. Deutlich wurde in allen Veranstaltungen von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern reflektiert, dass Inklusion nicht allein in und durch Schule umzusetzen ist, sondern dass es eine breite Beteiligung der gesamten Gesellschaft braucht.

Hochkarätige Fachleute wie Dr. Irmtraut Schnell und Prof. Dr. Ulf Preuss-Lausitz, Mitglieder im wissenschaftlichen Beirat „Inklusive Bildung“ und Erziehungswissenschaftler, sowie der Landesbehindertenbeauftragte Jürgen Dusel als Gastredner hielten spannende Input-Referate. Winfried Steinert, Sprecher des wissenschaftlichen Beirats „Inklusive Bildung“ und Helena Wijdeveld, Projektleiterin der Kooperationsstelle Inklusives Aufwachsen bei kobra.net, moderierten die abschließenden Feedback-Runden.

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