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Gemeinsam Lernen

Seit dem Schuljahr 2019/20 gibt es insgesamt 218 „Schulen gemeinsamen Lernens", darunter 161 Grundschulen, 27 Oberschulen, 6 Gesamtschulen und 4 Oberstufenzentren (OSZ) sowie 20 Schulzentren (Grund- oder Oberschule mit Grundschulteil). Das sind etwa 41 Prozent aller Schulen in öffentlicher Trägerschaft der genannten Schulformen. In den allgemeinbildenden „Schulen für gemeinsames Lernen“ werden damit rund 67.000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, zuzüglich 6.747 Schülerinnen und Schüler an den vier beteiligten OSZ.

Das Konzept „Gemeinsames Lernen in der Schule“ sieht vor, dass Schülerinnen und Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf, insbesondere in den Förderschwerpunkten „Lernen“, „emotionale und soziale Entwicklung“ und „Sprache“ (LES), gemeinsam in einer Klasse lernen.

 

Die Landesregierung wird – laut Koalitionsvertrag – das gemeinsame Lernen weiter ausbauen:

„Die Koalition will die Inklusion und das gemeinsame Lernen schrittweise ausbauen und personell angemessen stärken. Der Umgang mit Inklusion wird gesetzlich konkretisiert. Dem Abbau von Barrieren und der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen fühlen wir uns verpflichtet. Eltern entscheiden, ob ihr Kind eine Förderschule oder eine Regelschule besucht. Um Eltern auch in Zukunft diese Wahlmöglichkeit offen zu halten, soll ein Netz an Förderschulen sichergestellt werden. Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler wird durch ein Monitoringsystem eng begleitet.“

 

 

Die Evaluation des gemeinsamen Lernens hat im Schuljahr 2018/19 begonnen und wird im Schuljahr 2019/20 – unter Einbeziehung aller allgemeinbildenden Schulen für gemeinsames Lernen – fortgesetzt. Durchgeführt wird sie vom Zentrum für empirische Inklusionsforschung (ZEIF) der Universität Potsdam. Ende 2020 wird der Evaluationsbericht erwartet.         

Erklärung: Gemeinsames Lernen

Konzept „Gemeinsames Lernen in der Schule“

 

Mehr Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf sollen zu einem Schulabschluss geführt werden und damit bessere Chancen zur Berufsausbildung erhalten. Die Quote der Schulabgänger, die keinen bundesweit anerkannten Schulabschluss erreichen, soll dadurch sinken.  Zentrales Element ist der Ausbau und die fachliche Weiterentwicklung von „Schulen für Gemeinsames Lernen“. Damit wird der seit Jahren feststellbare Prozess des Besuchs von Schülerinnen und Schülern mit besonderem Unterstützungsbedarf in allgemeinen Schulen gefördert und strukturell abgesichert. Dazu gehören:

  • ein multiprofessionell angelegtes  Personalkonzept der Schulen,
  • zusätzliches pädagogisches und sonstiges pädagogisches Personal an Schulen,
  • eine Neuausrichtung von schulischer Diagnostik und Förderung,
  • gezielte Fortbildung,
  • eine langfristige, auf die wohnungsnahe Versorgung in allen Förderschwerpunkten orientierte Schulentwicklungsplanung.

Bestehende Förderschulangebote werden weitergeführt, soweit dafür unterrichtsorganisatorisch Bedarf besteht. Perspektivisch können Klassen der bestehenden Förderschulen mit regional ausgewählten Standorten allgemeiner Schulen (Schwerpunktschulen) zusammengeführt werden.

> Opens external link in new windowKonzept: Gemeinsames Lernen in der Schule